Mittwoch, 1. August 2012

Nackte Tatsachen

Erstaunlich... 

...wie sehr man sich an Berlin gewöhnt. Und wie schnell. 4 Monate reichen bei Weitem aus sich zu Hause zu fühlen. Trotzdem wünschte ich mir manchmal, ich könnte wieder frisch ankommen- jeden Tag. Dann ist wieder jede Wandschmiererei ein Kunstwerk mit politischer Aussage, die Senioren, welche Depot-Flaschen-Sammeln als Job ausüben sind eine Kuriosität, und jeder Hinterhof birgt eine neue Welt.
Aber eigentlich stumpft man hier nur ganz wenig ab. Zu wandelbar ist Berlin. Zu wunderbar.

Und weiss so auch immer wieder zu überraschen. Jeden Tag.













Der lange Aufenthalt birgt weitere Vorteile: Man findet Freunde. Vielleicht sogar fürs Leben. Erst einmal bereichern sie aber den Alltag. 

Begleiten zu unvergesslichen Ausstellungen...

...und wunderbaren Ausflügen.

Berlin...

...ist übrigens eine Insel. Kajak und Kanadier könnten tagelang durch Unmengen von Flussläufen, Seen und Kanäle gleiten. Wir sind zu faul und beschränken es auf ein paar Stunden.


An einem anderen Wasser zu einem anderen Zeitpunkt lerne ich Offenheit und Grosszügigkeit der Berliner kennen. Stichwort FKK. Da können wir einfach nicht mithalten, wir verkrampften Helvetier. Habe mich versucht herauszureden mit dem Vorwand, dass ich zu sehr Ästhetin bin. Dicke alte nackte Menschen sind nicht schön. Tatsache? Schön ist jedenfalls die Normalität wie Nackte und Angezogene nebeneinander agieren. Tatsache.


Je näher nun das unvermeidliche Ende rückt, desto stärker das Bedürfnis es zu ignorieren. Kosmos Berlin möchte aufs Grande Finale hin noch bewusster erlebt, erfasst und kund getan werden.
Keine einfache Aufgabe.

Mein Lieblings-Pilgerort liefert jedoch gewohnt Wunderbares:

In kleinen ...



... und etwas grösseren Dimensionen.



Tempelhof. Wunderbar. Tatsache.


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