Und mit ihm die 'Kurze-Röcke-Zeit'. Es wimmelt von Frauenbeinen in Strümpfen und in Textil, welches in seiner ganzen stylistischen Mannigfaltigkeit immer oberhalb der Knie endet. Tatsächlich sind es auch nicht nur die vor Kurzem noch mit beschnallten Wildlederstiefeln beschuhten Modelbeine. Nein, selbst die superedgy Punk-Fraktion wagt sich ans 'Frau-Sein'!
Inwiefern das eine Augenweide für die Herren der Schöpfung ist lasse ich mal aussen vor. Unsereins muss sich jedenfalls noch in Geduld üben- die Männerwelt scheint sich ihrer Körperlichkeit wohl erst im Sommer bewusst zu werden. Und bis dahin wird der Mensch auf Vordermann gebracht und gejoggt was die Berliner Pflastersteine, Uferpfade und Parkwege aushalten.
Wer auch früher schon aufmerksam mitgelesen hat der versteht nun folgende Überleitung vom Joggen zu kitschigsten Impressionen 'meines' Tempelhofes.
Gestern war Shopping-Tag. Zum allerersten Mal wagte ich mich in die Höhle des Löwen: Berlin Mitte/Alexanderplatz und Umgebung. Und das an einem Samstag. --> Wenn schon- denn schon!
Das Alexa und das Galeria-Kaufhaus zu betreten brachte ich dennoch nicht übers Herz. Dafür ging's schnurstracks ins Burg&Schild, den Red Wing Shoe- und den Converse Store und noch schneller wieder in die U-Bahn nach Neukölln.
Beute: 1 Jeanshemd wofür ich 20 x soviel hinblätterte wie für eine Lewis Jeans, welche ich letzte Woche für 4€ am Maybachufer-Flohmi ergattert habe (und da waren noch 5 vergessene Euro in der Hosentasche versteckt!) und ein neues Paar Chucks, welches für Fr.10.- günstiger zu haben war als bei uns.
Fazit: Berlin ist günstig- aber eben nicht überall.
Dafür habe ich mich wieder ein bitzli wie daheim in Züri gefühlt. Ahja, und vom netten Tim bekam ich noch eine endlos-Liste mit Ausgehtipps.
Merken: Montag sofort das Praktikum künden, damit ich die Nächte an Konzerten und Bars (in welche man manchmal nur durch klopfen an der Rückwand einer bestimmten Telefonzelle Einlass erhält...) durchmachen kann.
Habe mich ja schon damit versucht.
Bsp.1:

Bsp.3:
Anmerkung zu Bsp. 1: Wenn die mal was organisieren die Berliner, dann wohl richtig. Dank einem deutschen Alkoholunternehmen durften die 20er Jahre aufleben. Und das in Perfektion.
Anmerkung zu Bsp. 2: In einer der schönsten Konzertlokalität (ich rede von der Substanz, nicht vom Zustand) die ich besucht habe --> eine der besten Bands. Doch so wie der Konzertsaal gefüllt war scheinen die Berliner meine Meinung nicht zu teilen. Wenn dann noch jemand 'drop your panties' in Richtung Bühne brüllt (stocknüchtern!), dann adaptiere ich die Fragezeichen welche GOMEZ aussenden und hänge noch ein schweizerisches Kopfschütteln dran.
Das 'Mager-Publikum-Problem' wiederholt sich bei Bsp.3. Zwar ist die Band nicht ansatzweise so bekannt wie oben genannte Musikgenies, nichtsdestotrotz entschuldigt das nicht die spärliche Menge, welche sich Samstagabend für REVERENT MOTEL im Wild at Heart einfindet. Nicht einmal Fussballspiel entschuldigt das. Ja, NICHT EINMAL FUSSBALL ENTSCHULDIGT DAS herrgottnochmal. Jedenfalls war die Band eine Eingebung- welche dank unglaublicher Trinkfestigkeit der Musikanten bis 4 Uhr andauerte.
Zurück zum Merkpunkt: Entweder Job loswerden oder einfach hinnehmen, dass UNMÖGLICH alles, was diese Stadt an Lohnenswertem zu bieten hat gehört, gesehen und erlebt werden kann.
Entscheide mich für Zweiteres. Auch weil mir die Arbeit richtig zu taugen beginnt.
Apropos Arbeit: damit hier auch geglaubt wird dass ich ordentlich am rackern bin, hier einige Impressionen vom Fotoshooting vorletzte Woche. Natürlich darf das nicht an die Öffentlichkeit. Habe ja aber auch nix unterschrieben? So ein kleines Sneak&Peak muss schon sein- und dank Photoshop wird ja auch nicht zu viel verschenkt. Wen's interessiert muss sich die nächste H.O.M.E-Ausgabe organisieren. Oder die übernächste? Das mit dem Überblick klappt noch nicht so richtig...
Tatatatttaaaaaaa:
Was ausser tonnenschwere Tische zusammenschrauben und wenig schlafen habe ich sonst noch gelernt?
-Dass die Typen, welche an den Ticketautomaten der U-Bahnstationen rumlungern keine Bösewichte sind die mir als ahnungsloser Ausländer irgendwas Gefälschtes andrehen wollen. Da werden lediglich alte Tickets (d.h. solche, die noch eine bestimmte Zeit gültig sind aber nicht mehr gebraucht werden) eingesammelt und dann mehr oder weniger günstig weiterverkauft. Kein Grund für arrogant-ignorierendes Abweisen also. Nur die gestempelte Zeit sollte kontrolliert werden...
-Dass man sich ohne schlechtes Gewissen auf alle Wiesen jeglicher Parks (und davon gibt es hier wirklich unglaublich viele) legen darf, obwohl die 'Betreten des Rasens verboten'-Schilder ausdrücklich das Gegenteil behaupten.
-Dass man sich als Raucher nicht schlecht fühlen muss. Auch IN den Bars nicht.
-Dass man sich an den Müll überall gewöhnen kann. Weil er tatsächlich weggeräumt wird- einfach etwas später.
Dass hier alles irgendwann mal geschehen kann.








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