Sonntag, 24. Juni 2012

Tod von Metall-Adlern wird von Tatort-Kommissar ermittelt

Herrje, was für ne Woche...

Montags Eagles of death Metal im ausverkauften Lido gleich vis-a-vis, so dass nach der Arbeit direkt reingestolpert werden und Jesse Hughes und seine Mannen in Hochform erlebt werden kann- inklusive nachfeiern bis die Sonne wieder rauskommt.

 

Dann reinschnuppern am Tatort-Ort des November Krimis...


Von Volker demonstriert: Drogenlabor des Deutschen Fernsehen.


Und dann mal 380 km durch Berliner Umland, Lüneburger Heide ans Hurricane-Festival fahren...
...und dann nen Abend lang mal Hinterluft schnuppern...

  
Er-macht-alles-möglich-Arnie.

 
Absoluter Lieblings-Schläger: Sexy-Mexy.

  
Lieblings V-rrero.
 
Und Lieblings-Werwolf. 
(Das doof grinsende Girl jeweils einfach ignorieren.)


Die Wolfsmütter sind eigentlich entweder scheu wie die Rehe oder dann brav wie die Lämmer...

 
Jedenfalls machen sie sich trotzdem gut und Sound passt auch.


Zum Schluss ein Hoteltipp in Bremen: Hotel Überfluss

Schön, viel Klassik, supernettes Personal.

Sonntag, 17. Juni 2012

Friedrichshain...


Hier bin ich ja zu Hause, lerne es endlich auch kennen. Und merke, dass man nicht immer auf Tips und Ratschläge anderer hören muss. Ist nämlich schön hier. Hat zwar etwas mehr beschaulich-ruhige Wohngegenden für Jungfamilien als südlich der Spree, ist dafür gerade jetzt, wo Highpeak in Berlin losgeht,  wesentlich weniger überlaufen als ein gewisser anderer Kiez.
Ich kann immer noch nicht glauben wie grün hier alles ist. Wie friedlich- selbst jetzt zur EM-Zeit... Ehrenwort. So kann ich mich sogar für Fussball begeistern. Vor jeder Kneipe, bei jedem Kiosk steht ein Fernseher, um den sich vor, während und nach den Spielzeiten  Menschenknäuel bilden, die sich grundsätzlich einfach mal darüber freuen, dass sie was zu sehen und diskutieren kriegen. Bis anhin: kein Lärm, keine aggressive Stimmung. Im Gegenteil. Kriegsbemalungen in allen Länder Farben gehören zum abendlichen Alltagsbild ab und an stolziert eine Fleisch gewordene Flagge umher. Passt. 

Kann man hoffen, dass dies auch bei vorangeschrittenem Fussball-Stadium so bleibt und die hier...


... nie zum Einsatz kommen. Allerdings ist das eh die Sonderhilfsbrigade hier. Wer benennt seine Rettungsmannschaft schon nach einem Schoggiprodukt... Jedenfalls kommt bei Notfällen eh erst mal die Feuerwehr. Immer.  Der Schoggirettungsdienst gibt mir aber an dieser Stelle eine Möglichkeit für ein musikalisches Intermezzo. Richtet Leser nämlich sein Augenmerk auf das Gebäude hinter dem Fahrzeug, erblickt er die Max- Schmeling Halle- die habe ich mir letzte Woche mal von innen angeschaut.
Natürlich nicht einfach so. Grund war das Slash Feat. M. Kennedy & The Conspirators Konzert (Moetly Crue im Anschluss ist ignorierbar- ausser man steht auf Glitzergitarren,  Piraten-Hula-Girls und Föhnfrisuren)das da stattfand. Meine grosse Schwester hat mir anfangs 90er beigebracht dass es sich lohnt auf  Waffen und Rosen zu stehen. Und daher fand ich es mehr als recht, mir anzuhören was die eigentliche Waffe (sorry, ich stand nicht auf weisse Radlerhosen) der Band n paar Jährchen später noch zu bieten hat.
Da nicht wirklich Erwartungen da sind wird auch nichts enttäuscht. Im Gegenteil. Ich wette dass keiner der Konzertbesucher um die Gänsehaut rum kam, als ins Dunkle hinein eine richtig gut gewählte Ansagerstimmer ( K1-Sprecher vielleicht?) die Herren Musiker ankündigte und es schliesslich losging. Es muss gar nicht drüber diskutiert werden ob man nun Night Train oder Sweet Child of Mine von jemand anderem als Axl gesungen haben will/kann. Auch geht es nicht darum ob es mittlerweile tausend bessere Gitarristen gibt als Slash Hudson. Ist einfach schön wenn man ein Stück intensive Jugendzeit nochmals leben darf. Schliesslich hat mir der Herr nebst  musikalischen Höheflügen meine ersten feuchten Träume gebracht. Und um es kurz zu machen: Hat alles gepasst- Sound, Stimmung, Slash. Und überall happy Gesichter...




Hach ja, Konzerte in Berlin... Habe ich schon mal erwähnt dass die Auswahl unendlich ist? Das muss man einfach ab und an wahrnehmen. Arbeiten tue ich ja aber schon auch noch. Ziemlich viel sogar. Das sind vielleicht Arbeitstiere diese Deutschen. Zumindest die bei uns in der Redaktion. Als Abschluss hier ein paar Impressionen von der Arbeit. Zumindest einem Teil davon. Mein Arbeitgeber war Medienpartner beim DMY. Meine Aufgabe: Standaufbau und Betreuung. In der schönsten aller Messelokalitäten: Tempelhof.




Ahja, ganz wichtig zu wissen:


Sonntag, 3. Juni 2012

Wetter und so


Heute habe ich, das erste Mal seit ich hier bin, überzeugenden Regen erlebt. Über mehrere Stunden anhaltender, einigermassen dichter Regen. Glücklicherweise ist der Asphalt hier derselbe wie andernorts... Somit ist der Geruch von frischen Regentropfen auf aufgewärmten Strassen auch derselbe. Es gibt nichts das besser riechen könnte in so einem Moment.

Geschneit hat es vor einigen Tagen auch. Und das bei 27 Grad! Schuld daran sind Pappeln die hier so selbstverständlich und zahlreich rumstehen wie in Samoa die Palmen.  Wer vermutet, dass die kriegreichen Zeiten massive Löcher in den Berliner Baumbestand geschlagen haben irrt sich gewaltig. Nirgendwo habe ich in einer Stadt so viele und v.a. so alte Bäume gesehen. Und damit das auch so bleibt, werden Pollen in Form weisser Wattebällchen losgelassen, als gäbe es das Brandenburger Tor von feindlichen Angriffen zu verteidigen.
Apropos Brandenburger Tor: das hat echt was und ist somit mein heutiger Touri-Tipp. Aber nur frühmorgens oder nach 19.30 Uhr hingehen!  


Aber zurück zu den Bäumen. Allergiker sollten sich nicht hindern lassen nach Berlin zu kommen- das sage ich als supersensible Schnupfnase.  Das Zeug wird durch den (fast) permanenten leichten Wind zwar stetig umhergeweht, aber irgendwie bekommt man das kaum zu spüren. Kann das nicht wirklich begründen. Zur Not gibt es ja aber immer Tabletten- und die sind hier ja eh günstiger sind zu kaufen...

Noch mehr Bäume habe ich an meinem ersten Wochenende ausserhalb Berlins erlebt. Für einen Tag in die Suburbs, das Berliner Umland. 20 Minuten Autofahrt von Kreuzberg quer durch Mitte, entlang Hitlers Siegesallee bis zum Sacrowersee. Kaum vorstellbar dass das hier am Rande einer Grossstadt liegt und nicht mindestens 500km weitab von Wohngebiet.... Ich bin echt baff. So viele Wälder und so viel Wasser hätte ich trotz ‚Vorwarnung’ meines Lokalguides nicht erwartet. Das volle Programm: Seen, Bäume, Kuckucksgedüdel. 




Natur ist hier übrigens ein grosses Thema. Der Vergänglichkeit ihrer nimmt sich folgendes Projekt an. Ziemlich eindrücklich meine ich. www.carbonvirgin.com


Die immer gleiche Pfütze über eine Woche hinweg.


Kunst ist dauerpräsent. Auch für Laien wie mich. Mittlerweile (nach zig Diskussionen über Szene hier und anderswo) bin ich zum Schluss gelangt, dass zwar Quantität nicht automatisch höhere Qualität hervorbringen muss (Unmengen an Kreativität ist hier mehr als augenscheinlich), dass aber, wenn wie hier eine Selbstverständlichkeit dem Schaffen gegenüber vorherrscht (ohne dass der erste Strich in Frage gestellt wird) automatisch viel mehr Raum für Kreativität bleibt. Und irgendwann ergibt die Menge ja auch mal Qualität. Mir jedenfalls gefällt das augenscheinliche.

Schön wenn das dann auch auf das Alltägliche überschwabbt... Hat die SBB Playmobil um auf Bahnhof-Baustellen aufmerksam zu machen?


Habe ob so viel Sinn für Abwechslung für heute keine Worte mehr. Drum bleibt mir einfach noch ein weiterer Touri-Tipp:

Absolut sehenswert die 2700 Beton-Stelen und das unterirdische Infozentrum des Holocaust-Mahnmals.