Sonntag, 17. Juni 2012

Friedrichshain...


Hier bin ich ja zu Hause, lerne es endlich auch kennen. Und merke, dass man nicht immer auf Tips und Ratschläge anderer hören muss. Ist nämlich schön hier. Hat zwar etwas mehr beschaulich-ruhige Wohngegenden für Jungfamilien als südlich der Spree, ist dafür gerade jetzt, wo Highpeak in Berlin losgeht,  wesentlich weniger überlaufen als ein gewisser anderer Kiez.
Ich kann immer noch nicht glauben wie grün hier alles ist. Wie friedlich- selbst jetzt zur EM-Zeit... Ehrenwort. So kann ich mich sogar für Fussball begeistern. Vor jeder Kneipe, bei jedem Kiosk steht ein Fernseher, um den sich vor, während und nach den Spielzeiten  Menschenknäuel bilden, die sich grundsätzlich einfach mal darüber freuen, dass sie was zu sehen und diskutieren kriegen. Bis anhin: kein Lärm, keine aggressive Stimmung. Im Gegenteil. Kriegsbemalungen in allen Länder Farben gehören zum abendlichen Alltagsbild ab und an stolziert eine Fleisch gewordene Flagge umher. Passt. 

Kann man hoffen, dass dies auch bei vorangeschrittenem Fussball-Stadium so bleibt und die hier...


... nie zum Einsatz kommen. Allerdings ist das eh die Sonderhilfsbrigade hier. Wer benennt seine Rettungsmannschaft schon nach einem Schoggiprodukt... Jedenfalls kommt bei Notfällen eh erst mal die Feuerwehr. Immer.  Der Schoggirettungsdienst gibt mir aber an dieser Stelle eine Möglichkeit für ein musikalisches Intermezzo. Richtet Leser nämlich sein Augenmerk auf das Gebäude hinter dem Fahrzeug, erblickt er die Max- Schmeling Halle- die habe ich mir letzte Woche mal von innen angeschaut.
Natürlich nicht einfach so. Grund war das Slash Feat. M. Kennedy & The Conspirators Konzert (Moetly Crue im Anschluss ist ignorierbar- ausser man steht auf Glitzergitarren,  Piraten-Hula-Girls und Föhnfrisuren)das da stattfand. Meine grosse Schwester hat mir anfangs 90er beigebracht dass es sich lohnt auf  Waffen und Rosen zu stehen. Und daher fand ich es mehr als recht, mir anzuhören was die eigentliche Waffe (sorry, ich stand nicht auf weisse Radlerhosen) der Band n paar Jährchen später noch zu bieten hat.
Da nicht wirklich Erwartungen da sind wird auch nichts enttäuscht. Im Gegenteil. Ich wette dass keiner der Konzertbesucher um die Gänsehaut rum kam, als ins Dunkle hinein eine richtig gut gewählte Ansagerstimmer ( K1-Sprecher vielleicht?) die Herren Musiker ankündigte und es schliesslich losging. Es muss gar nicht drüber diskutiert werden ob man nun Night Train oder Sweet Child of Mine von jemand anderem als Axl gesungen haben will/kann. Auch geht es nicht darum ob es mittlerweile tausend bessere Gitarristen gibt als Slash Hudson. Ist einfach schön wenn man ein Stück intensive Jugendzeit nochmals leben darf. Schliesslich hat mir der Herr nebst  musikalischen Höheflügen meine ersten feuchten Träume gebracht. Und um es kurz zu machen: Hat alles gepasst- Sound, Stimmung, Slash. Und überall happy Gesichter...




Hach ja, Konzerte in Berlin... Habe ich schon mal erwähnt dass die Auswahl unendlich ist? Das muss man einfach ab und an wahrnehmen. Arbeiten tue ich ja aber schon auch noch. Ziemlich viel sogar. Das sind vielleicht Arbeitstiere diese Deutschen. Zumindest die bei uns in der Redaktion. Als Abschluss hier ein paar Impressionen von der Arbeit. Zumindest einem Teil davon. Mein Arbeitgeber war Medienpartner beim DMY. Meine Aufgabe: Standaufbau und Betreuung. In der schönsten aller Messelokalitäten: Tempelhof.




Ahja, ganz wichtig zu wissen:


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