Heute habe ich, das erste Mal seit ich hier bin, überzeugenden Regen erlebt. Über mehrere Stunden anhaltender, einigermassen dichter Regen. Glücklicherweise ist der
Asphalt hier derselbe wie andernorts... Somit ist der Geruch von frischen
Regentropfen auf aufgewärmten Strassen auch derselbe. Es gibt nichts das besser riechen
könnte in so einem Moment.
Geschneit
hat es vor einigen Tagen auch. Und das bei 27 Grad! Schuld daran sind Pappeln die hier so
selbstverständlich und zahlreich rumstehen wie in Samoa die Palmen. Wer vermutet, dass die kriegreichen
Zeiten massive Löcher in den Berliner Baumbestand geschlagen haben irrt sich
gewaltig. Nirgendwo habe ich in einer Stadt so viele und v.a. so alte Bäume
gesehen. Und damit das auch so bleibt, werden Pollen in Form weisser Wattebällchen
losgelassen, als gäbe es das Brandenburger Tor von feindlichen Angriffen zu
verteidigen.
Apropos Brandenburger Tor: das hat echt was und ist somit mein heutiger Touri-Tipp. Aber nur frühmorgens oder nach 19.30 Uhr hingehen!
Apropos Brandenburger Tor: das hat echt was und ist somit mein heutiger Touri-Tipp. Aber nur frühmorgens oder nach 19.30 Uhr hingehen!
Aber zurück
zu den Bäumen. Allergiker sollten sich nicht hindern lassen nach Berlin zu
kommen- das sage ich als supersensible Schnupfnase. Das
Zeug wird durch den (fast) permanenten leichten Wind zwar stetig umhergeweht,
aber irgendwie bekommt man das kaum zu spüren. Kann das nicht wirklich begründen. Zur Not gibt es ja aber immer Tabletten- und die sind hier ja eh günstiger sind zu kaufen...
Noch mehr
Bäume habe ich an meinem ersten Wochenende ausserhalb Berlins erlebt. Für einen
Tag in die Suburbs, das Berliner Umland. 20 Minuten Autofahrt von Kreuzberg
quer durch Mitte, entlang Hitlers Siegesallee bis zum Sacrowersee. Kaum
vorstellbar dass das hier am Rande einer Grossstadt liegt und nicht mindestens 500km
weitab von Wohngebiet.... Ich bin echt baff. So viele Wälder und so viel Wasser
hätte ich trotz ‚Vorwarnung’ meines Lokalguides nicht erwartet. Das volle
Programm: Seen, Bäume, Kuckucksgedüdel.
Natur ist
hier übrigens ein grosses Thema. Der Vergänglichkeit ihrer nimmt sich folgendes Projekt an. Ziemlich eindrücklich meine ich. www.carbonvirgin.com
Schön wenn das dann auch auf das Alltägliche überschwabbt... Hat die SBB Playmobil um auf Bahnhof-Baustellen aufmerksam zu machen?
Habe ob so viel Sinn für Abwechslung für heute keine Worte mehr. Drum bleibt mir einfach noch ein weiterer Touri-Tipp:
Absolut sehenswert die 2700 Beton-Stelen und das unterirdische Infozentrum des Holocaust-Mahnmals.
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